Ramadan-Gebäck “Chebakia“: Rezept für orientalische Honig-Vollkorn-Kekse aus Marokko

Chebakia ist eines der beliebtesten Ramadan-Rezepte in Marokko. Wir lieben sie vollwertig und allein mit Honig (am liebsten kräftig aromatischem Waldhonig) gesüßt.
Bilder und Videos findet ihr auf Instagram.com/erleichter, so wie YouTube.com/c/syperleichter.

Ihr benötigt dafür (wir machen immer eine große Menge, alternativ schreibe ich bei Instagram die Mengenangaben zu einem Viertel):

  • 1 kg Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen, ich ersetze bis zu 250 g durch Gerste)
  • 100 g Sesam geröstet und fein gemahlen oder einfach Sesampaste (Tahin)
  • 500 g geröstete Mandeln (möglich auch gemischt mit Hasel- oder Walnüssen) gemahlen oder einfach etwas Nussmus
  • bis zu 250 ml Sonnenblumen, Oliven oder Kokosöl
  • bis zu 500 ml Orangen- oder Rosenblütenwasser (ich mag ersteres lieber, mein Mann das zweite 🙂
  • ca. 10 Fäden Safran mit einem Löffel des Orangen- bzw Rosenblütenwassers einweichen
  • je 1 EL: fein gemahlener Zimt, Anis, Fenchel
  • 2 EL Kurkumapulver
  • 2 TL Backpulver (oder ein halber TL Kaiser Natron und nach erstem guten Durchmischen dann einen Schuss Essig zum Teig geben)
  • 20 g Hefe
  • 1-2 kg flüssigen Honig
  • 300 g ganzer gerösteter Sesam
  • 3 Backbleche
  • Einen großen Topf für den Honig
  • Einen Topf mit Abtropfsieb (dort tropfen die Chebakia den Honig ab und werden mit Sesam bestreut)
  • Dosen oder Gläser zum Aufbewahren

Zubereitung

  1. Mandeln und Sesam im Backofen oder in der Pfanne rösten (bis ein herrliches Aroma entsteht, lieber etwas zu früh aus machen, wenn sie zu lange rösten, wird es sehr bitter). Sie müssen unbedingt sehr fein gemahlen werden. Wenn euer Mixer das nicht schafft, greift lieber auf fertiges Mus zurück.
  2. Mehl, Mandeln, Sesam, Gewürze (auch den eingeweichten Safran mit Fäden), Backpulver (bzw Natron, Essig erst nach erstem Durchmischen des Teiges) und Hefe in einer sehr großen Schüssel mit zunächst 150 ml Öl und 450 ml Orangen- bzw. Rosenblütenwasser gut kneten. Jetzt vorsichtig nach und nach etwas Orangen- bzw Rosenblütenwasser und von dem restlichen Olivenöl zugeben. Der Teig darf nicht kleben, aber zu trocken bricht er. Ich habe es beim ersten Mal so gemacht: Lass ihn lieber etwas trockener und versuch eine kleine Portion auszurollen und zu formen. Klappt es nicht, dann erstmal die kleine Portion so lange mit Orangenblütenwasser und Öl mischen, bis er geschmeidig wird. Bei Ofenchebakia ist es auch möglich ein bisschen Wasser dazu zu geben (grade bei dieser großen Menge kann mal ein bisschen Teig trocken werden, da gebe ich dann etwas Wasser nach). Beim Frittieren erzeugt das Wasser eine Art Schaum, so dass du nicht mehr sehen kannst, was du im Öl hast (und dann übersieht man ein Chebakia, wird schwarz, zerstört den Geschmack der anderen und… ist halt unnötig).
  3. Den Teig rollt man jetzt auf ca. 1 mm Dicke aus (bei richtiger Konsistenz benötigt man kein Mehl, probiere vorsichtig, ob sich der Teig von der Arbeitsplatte lösen lässt, ohne kaputt zu gehen. Klassisch schneidet man mit einem gezackten Rädchen etwa 6 cm x 6 cm große Quadrate und schneidet in der Mitte 4 mal, so dass jeder Streifen etwa 1 cm breit ist. Jeder zweite Streifen wird angehoben, die Ecken zusammen gedrückt und die Streifen übereinander gelegt. Am Besten dazu unser Video schauen https://www.youtube.com/watch?v=68fETsvUK5w Ideal für alle, die Angst haben, es nicht zu schaffen :-), du wirst sehen, wenn ich das hinkriege, schaffst du es auch! Dort seht ihr auch ein paar Varianten. Wenn du „perfekte“ Chebakia formen willst, gibt es natürlich auch unzählige Videos (mit verschiedenen Namen, wie Griwach, Spakia, Spekia…) dazu. Sag Bescheid, wenn du einen entsprechenden Studiengang findest 🙂
  4. Auf ein Backblech geben, in den Ofen (die meisten warten bis er heiß ist, ich mach es immer so bei Keksen), diesen auf 170 ° C Umluft (so kannst du Energie sparen und mehrere Bleche gleichzeitig backen). Wie lange es dauert kommt sowohl auf deinen Ofen wie die Dicke des Gebäcks an. Nach etwa 12 Minuten solltest du das erste Mal nachschauen und dann regelmäßig kontrollieren bis sie goldgelb sind.
  5. Die meisten würden sie möglichst heiß in den Honig geben (dann saugen sie ihn besser auf, aber es zerstört die gesunden Enzyme und andere gesundheitsfördernden Bestandteile des Honigs). Ich lasse sie etwas abkühlen und gebe sie dann über Nacht in den Honig, so saugen sie sich auch voll :-).
  6. Abtropfen lassen, gut Sesam drüber, schmeckt mir auch mit Schwarzkümmel 🙂
  7. Bismillah und guten Appetit!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top