Der Weg ist das Ziel!

Der Weg IST das Ziel, denn Ziele verändern sich

Wer etwas in diesem Leben erreichen will, für den ist der erste Schritt, das Erkennen: Es gibt keine fixen Ziele.

Denn egal welche Ziele wir uns setzen, sobald wir ankommen, kommen sie uns längst nicht mehr so wichtig vor wie bis dahin und es bilden sich neue Ziele, die uns erstrebenswert scheinen.

Das eine ultimative Ziel gibt es zu Lebzeiten nicht. Vielmehr wandeln sich Ziele mit der Zeit und sind so vergänglich wie alles andere.

Es ist gut, ein Ziel anzustreben, aber wir brauchen nicht verzweifeln, wenn ein Ziel momentan unerreichbar wirkt. Denn wir müssen nur genau hinsehen: Es gibt unendlich viele Ziele rechts und links neben dem einen uns unerreichbar scheinenden. Andere Ziele oder eine Stufe darunter etwas leichtere. Gehen wir zunächst diese an, bewegen wir uns auch auf das Ziel zu, das uns unerreichbar vorkam. Und so ist manch einer gar überrascht, wenn er plötzlich merkt, dass er sich doch schon in der neuen Sprache unterhalten kann. Wenn er nicht zu verkrampft auf ein ganz bestimmtes Ziel schaut, sondern einfach stetig lernt und für ihn persönlich erreichbare Zwischenziele erreicht. Denn letztendlich sind ohnehin alle Ziele im Leben nur Zwischenziele.

Perfektion liegt allein beim Erschaffer

So schön die Schöpfung ist, sie kann aus sich heraus keine Perfektion erreichen und so ist es auch beim Sprachenlernen!

Selbst der gebildetste Muttersprachler, sei er Linguistikprofessor und Meister seines Faches, beherrscht seine Sprache nicht perfekt. Ihm werden Grammatik- und Rechtschreibfehler unterlaufen und er kann nicht einmal sicher sein, alle Wörter seiner Sprache überhaupt zu kennen oder einwandfrei auszusprechen.

Das bedeutet für jeden Lernenden, dass er entspannen kann. Es ist nicht schlimm, sich beim besten Willen, dieses eine Wort nicht merken zu können, diesen einen Buchstaben nicht so gut zu sprechen oder eine bestimmte Grammatik nicht zu verstehen. Loslassen und erstmal etwas anderes lernen. Das entspannt, schafft vertrauen zur Sprache. Und entspannt und mit Vertrauen lernt unser Gehirn um ein Vielfaches leichter! Ganz besonders etwas so Kreatives wie eine neue Sprache! Und dann, wenn wir uns etwas mehr an die Sprache gewöhnt haben und mehr Beispiele in unserem Gehirn abgespeichert sind, die dem einstigen Problemfall ähneln, ist es uns möglich auch das zu verstehen und uns merken und gut aussprechen zu können. Was auch immer eben das Problem war, es löst sich einfach auf, weil wir an anderen Ecken der selben Sprache geübt haben.

Das ist übrigens eine für kleine Kinder völlig selbstverständliche Lernmethode: Versuchen, was man kann. Wenn’s gar nicht weiter geht, vielleicht noch kurz aufregen, aber dann erstmal loslassen, das Interesse auf andere Dinge lenken und irgendwann nochmal versuchen.

Diese Art zu lernen ist dir nur deshalb nicht mehr vertraut, weil sie nicht ins Schulsystem passt. Ich bin dankbar, dass wir alle zur Schule gehen dürfen, bin immer mit Begeisterung hingegangen und kenne viele ausgezeichnete Lehrer. Aber dieses natürliche, selbstbestimmte Lernen ist in einer großen Gruppe mit vom Staat fest vorgesetzten Zielen schwer umzusetzen.

Und deshalb ist das Internet in diesem Punkt ein wahrer Segen. Du kannst dir deine Lernmaterialien selbst kombinieren oder einer bestimmten Methode folgen ganz wie du magst. Und du kannst in deiner ganz persönlichen Geschwindigkeit lernen und jede Lerneinheit so oft wiederholen, wie du es brauchst.

Unser Ziel ist der Weg!

So vergänglich Ziele sind, sie motivieren uns. Wir wollen vorankommen auf unserem Weg. Wir wollen uns entwickeln, besser werden. Diesen Weg zu beschreiten, das ist unser lebenslanges Ziel.

Zwischenziele auf diesem Weg

Zwischenziele sind zum Beispiel das Erlangen der Lesefähigkeit , so wie schreiben, verstehen und sprechen zu lernen, eine Vertrautheit zu der Sprache aufzubauen und sich sicher in den uns begegnenden Kommunikationssituationen zu fühlen.

In all diesen Bereichen gibt es selbstverständlich verschiedene Level, und es ist wichtig selbst anzuerkennen, wenn man seine ersten kleinen Zwischenschritte erreicht. Es ist schön die ersten Worte zu lesen, zu schreiben, sich zum ersten Mal frei zu verständigen. Und es ist wichtig dies als etwas Erreichtes zu sehen. Denn dann haben wir Lust, das nächste Zwischenziel zu erreichen.

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