Anbraten ohne Fett?

Mein Mann und ich machen es seit Jahren und sogar unsere Gäste, die behaupten, bio-Gerichte nicht zu mögen (und gewöhnt sind an „normale“ Tajine, Couscous und Co), waren überrascht, wie gut unser Essen immer schmeckt.

Dabei brauchen wir nicht einmal eine antihaftbeschichtete Bratpfanne.

Es braucht dafür auch kein Fleisch, das ja selbst genug Fett enthält.

Ich spreche von Wasser, einfachem Wasser.

Tatsächlich habe ich kürzlich gelesen, dass Mineralwasser mit einem hohen Kohlensäuregehalt besonders gut wirken soll. Vielleicht probiere ich es bei Gelegenheit mal, aber das Wasser, das wir seit Jahren benutzen, ist das kostbare, teure aus …

… Scherz!

Natürlich ist es weder schwer zu bekommen, noch teuer. Du kannst ganz egal welches, saubere Wasser verwenden.

Und es gibt einige Vorteile:

  1. Zuerst und ich denke, am Wichtigsten, du sparst eine Menge hocherhitztes Fett, Kalorien und gewinnst dabei alle gesundheitlichen Vorteile, die ein kaltgepresstes, natürliches Öl mitbringt.
  2. Reinigung der Pfanne ist viiieeel leichter.
  3. Wegen der leichten Reinigung sparst du Seife, heißes Wasser etc. Außerdem lebt die Pfanne länger, da das Material weniger erhitzt wird. Diesbezüglich kannst du also sogar Geld sparen.

Wie es geht:

Gib in etwa doppelt so viel Wasser in die Pfanne wie du sonst Öl rein machst.  Schließ den Deckel, bis das Wasser leicht zu kochen beginnt. Jetzt kannst du Zwiebeln, Fleisch, Gewürze oder anderes Gemüse hinzufügen und ganz normal braten.

Falls nötig, kannst du nach und nach noch ein kleines bisschen mehr Wasser hinzugeben. Aber es sollte nie zu viel Wasser in der Pfanne sein. Du willst ja braten, nicht dünsten.

Genauso wie bei Öl muss man den Prozess einfach beobachten, von Zeit zu Zeit alles bewegen und die Hitze reduzieren, wenn alles genug frittiert ist. Die Details hängen natürlich auch vom Rezept ab. Genaueres findest du dann da.

Da Fett ein wichtiger Geschmacksträger ist, hast du die Wahl:

  • Wenn für eine spezielle Diät notwendig, kannst du so völlig fettfrei deine Speisen zubereiten.
  • Für eine gesunde Ernährung ist Fett an sich aber kein Problem, wenn es sich um ein hochwertiges kaltgepresstes möglichst Bio*-Fett handelt. Olivenöl, Arganöl und Kokosöl sind unsere Favoriten und wir verwenden sie ganz nach unserem Geschmack. Noch während des Kochvorgangs, aber nach dem Braten geben wir zum Beispiel ein etwas günstigeres Olivenöl hinzu und ganz am Ende auf dem Teller kann jeder sich selbst noch etwas von unserem besten marokkanischen Bio-Olivenöl nehmen.

Je weniger das Öl erhitzt wurde, desto besser ist es einfach für unsere Gesundheit und um ehrlich zu sein, auch für den Geschmack.

*zum Thema Bio kommt bald ein eigener Artikel, denn nur weil das bürokratische Verfahren für ein Biosiegel durchlaufen wurde ist ein Produkt noch lange nicht besser als eines, dass z.B. aus finanziellen Gründen nicht am Biosiegel-Verfahren teilgenommen hat. Letztendlich muss man bei allem im Leben wachsam sein, sich informieren und zu guter Letzt auf sein eigenes Gefühl vertrauen.

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