2 in 1 veganer Vollwert-Couscous und Kohlsuppe in einem Gericht

Kohl jeglicher Art ist gesundheitlich der absolute Wahnsinn. Er entgiftet, macht schlank und ist vielleicht das Gemüse für Frauen schlechthin.

Umso begeisterter darf ich euch meinen Geheimtipp zum Mittagessen vorstellen:

Das beim Couscous zubereitete Gemüse ist einfach die leckerste Kohlsuppe, die es gibt. Und so passt es ideal zu uns: Gäste, die gerne traditionell marokkanisch essen wollen genießen ihren Couscous und wer gerade auf eine spezielle Ernährung achtet, fühlt sich nicht ausgeschlossen. Die Kohlsuppe schmeckt genauso, nur halt ohne den Couscous. Einfach perfekt!

Couscous-Rezept

Die Couscoussière

Was ist das?

Couscous wird traditionell in der Couscoussière, einem speziellen Couscous-Topf zubereitet. Dabei kommt der Couscous in einen Aufsatz auf das Gemüse. Durch die Löcher im Boden des Aufsatzes steigt der Gemüsedampf nach oben und der Couscous bekommt das perfekte Aroma. Das ist bestimmt die sicherste Art das perfekte Gericht auf den Tisch zu zaubern. Allerdings auch recht arbeitsintensiv, da der Gemüsedampf nicht genügt, den Couscous zu garen. Deshalb muss der Couscous immer wieder in eine separate Schüssel gegeben werden und dort mit Wasser begossen und vorsichtig gemischt werden. Aber dazu gleich mehr.

Meine Empfehlung für Anfänger: Es geht auch ohne

Hast du aber noch nie Couscous gekocht, empfehle ich dir sogar, es statt in der Couscoussière in zwei Töpfen zu kochen. Das Gemüse genau so wie unten beschrieben und den Couscous ähnlich wie du Reis zubereitest. Auf den meisten Packungen Couscous steht auch eine genaue Anleitung wie viel Wasser und wie lange er genau auf diese leichtere Weise zubereitet werden kann. Um ganz sicher zu gehen, achte beim Kauf darauf, dass du einen Couscous „mit Gebrauchsanleitung“ kaufst. So kannst du dich herantasten, ausprobieren, ob es dir und deiner Familie überhaupt schmeckt und dann in Ruhe überlegen, ob du dir eine Couscoussière kaufen möchtest.

Zutaten für 4 Personen

300-500 g Couscous (ich nehme Vollkorn, du kannst auch anderen nehmen. Anfänger bitte wieder solchen mit genauen Anweisungen auf der Packung. Die perfekte Menge Wasser und Garzeit variiert bei Instant-Couscous bis Vollwert-Couscous und ist super wichtig für ein gelungenes Ergebnis!)

TIPP: Solltet ihr trotzdem welchen übrig haben, lässt sich der Couscous notfalls auch einfrieren.

500-750 ml kaltes Wasser

2 Zwiebeln

3 Zehen Knoblauch

ca. 200 g Tomaten

400 g Kichererbsen über Nacht eingeweicht (falls es schneller gehen soll bis das Essen fertig ist, weglassen oder Kichererbsen aus der Dose)

ein paar Blätter Weißkohl

1-2 Kohlrabi

3-5 Möhren = Karotten

1 Aubergine

1 Zucchini

1 Hokkaido-Kürbis (den mögen wir am liebsten, du kannst auch einen anderen nehmen)

möglich sind auch Rettich, Steckrübe, Pastinake und ähnliches Gemüse

frische Petersilie nach Geschmack, mindestens eine Hand voll

frischer Koriander (TIPP: vor dem Kauf riech einmal daran. Manche lieben Koriander, andere kann man damit jagen, dann lass ihn einfach weg)

frischen Ingwer

ca. 2 TL Harissa (VORSICHT scharf, evtl. beim ersten Mal etwas weniger nehmen)

ca. 1 TL Pfeffer

ca. 2 TL Salz (davon 0,5 für den Couscous und 1,5 TL für das Gemüse)

ca. 1 TL Kurkuma (der ist suuuper gesund, ist jemand in der Familie krank, geb ich zu allem mehr Kurkuma als sonst)

ca. 1 TL gemahlene Korianderkörner

1 Prise Safran

1 Prise Zimt

0,5 TL Paprika edelsüß

ca. 12 EL kaltgepresstes, extra natives Olivenöl (davon 5 EL für den Couscous)

TIPP: Das Rezept ist vielseitig abwandelbar ohne an Geschmack einzubüßen. Ihr könnt es also auch kochen, sollten euch ein Gemüse fehlen.

Vorbereitung

Am Vortag die Kichererbsen einweichen. In einem Sieb abgießen und einmal abspülen.

Die Tomaten mit den Knoblauchzehen, dem Ingwer und der Harissa pürieren. Falls noch ganz kannst du auch die Korianderkörner und den Pfeffer mit pürieren.

Zubereitung

Bismillah…

In einem großen Topf den Boden mit Wasser bedecken und erhitzen. Die Zwiebeln hinzufügen. Gewürze dazu geben und alles anbraten (im Wasser!), ständig rühren, damit nichts anbrennt.

Mit den pürierten Tomaten ablöschen und Kichererbsen dazu geben. Kurz köcheln lassen. Wasser dazu geben.

Mindestens 1 Stunde köcheln lassen (dieser Schritt ist nur nötig, wenn ihr trockene Kichererbsen eingeweicht habt. Mit Kichererbsen aus der Dose oder falls ihr ganz ohne Kichererbsen kocht, könnt ihr direkt weitermachen.)

Couscous in eine flache Schüssel geben und gerade so viel kaltes Wasser hinzu geben, dass der Couscous fast abgedeckt ist. Mit den Fingern mischen, so dass überall Wasser dran kommt. Ein bisschen ziehen lassen

Währenddessen den Weißkohl grob schneiden und in den Topf geben.

Den Couscous nochmal mit der Hand lockern und in den Aufsatz geben. Die Uhrzeit merken!

Möhren und Kohlrabi schälen und in große Stücke schneiden, in den Topf.

Jetzt auch die Aubergine und Zucchini schneiden und dazu geben.

20 Minuten nach dem der Couscous in den Aufsatz kam, diesen wieder zurück in die Schüssel, mit 100-125 ml Wasser begießen (er soll nicht zu nass werden, aber überall muss ein bisschen Wasser dran), den halben TL Salz dazu und die 5 EL Olivenöl, gründlich durchmischen. Am Besten mit den Händen, aber falls es dir zu heiß ist, kannst du auch eine Gabel nehmen. Der Couscous muss wieder schön locker sein.

Zurück in den Aufsatz. Wieder auf die Uhr sehen.

Hokkaido-Kürbis als letztes Gemüse in den Topf geben. Frische Petersilie und Koriander hacken und dazu geben.

20 Minuten nach dem der Couscous in den Aufsatz kam, diesen wieder zurück in die Schüssel und probieren, ob er gar ist. Gut, aber vorsichtig durchmischen. Nicht kneten! Falls er nicht gar sein sollte, noch ein bisschen, diesmal heißes Wasser dazu geben und noch einmal für ein paar Minuten in den Aufsatz.

Ähnlich Nudeln oder Reis sollte der Couscous noch Biss haben, also „al dente“ serviert werden.

Sobald der Couscous gar ist, diesen auf einem großen Teller (so wird er traditionell gereicht und von allen Anwesenden von einem Teller mit dem Löffel gegessen) schön anrichten. In der Mitte eine Kuhle. Dort kommt das Gemüse schön angerichtet hinein und wird dann mit der Sauce des Gemüses (vor dem Servieren immer nochmal abschmecken, ob genug Salz und Öl dran ist oder es scharf genug ist) sanft begossen. Gerne noch Arganöl oder ein besonders hochwertiges Olivenöl kalt dazu geben.

Denkt dran, vor dem Essen bismillah zu sagen und dankbar zu sein für alles, das uns zur Verfügung steht!

Kohlsuppe

Für alle die Kohlsuppe möchten, eine Suppenschüssel mit dem Gemüse und Sauce füllen und gerne mit frischen Gartenkräutern verzieren.

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